Was ist Schamanismus?
​Schamanismus ist ein Prähistorisches Phänomen das anhand Archäologischer und Anthropologischer Forschung vor 40.000 bis 50.000 Jahren schon in Jäger und Sammlergesellschaften existierte.
Alle Völker der Welt waren anfangs schamanisch geprägt, und entsprangen einem animistischen Weltbild.
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Die Rolle der Schamanen umfasst die medizinische sowie spirituelle Führung der Gruppe,
Schutz der Gemeinschaft, Unterstützung der Jagt, Justiz.
Darüber hinaus Schwellen Arbeit wie Jahreskreisfeste, Vermählungen, und alles rund um Tod und Sterben.
Das Wissen über Rituale, Heilmethoden und Zeremonien wird bis heute ausschließlich von Mund zu Mund und in praktischer Anwendung innerhalb der traditionellen Ahnenlinien weiter gegeben.
Durch die verschiedenen Entwicklungen haben sich heute nurmehr wenige Völker dieses alte Wissen vollständig erhalten.
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In unserer Kultur ist es durch die Völkerwanderung, kulturelle Veränderungen, Christianisierung und darauffolgende Inquisition beinahe ausgerottet worden.
Nur wenige, meist traditionelle Heiler, aber so gut wie keine europäischen Schamanen, haben bis heute überlebt.
Überbleibsel unserer eigenen schamanischen Traditionen finden wir noch alten Bräuchen wie Maibaum, Krampus, Weihnachten und Gepflogenheiten wie den Babystorch oder Adventkranz.
Eine lebendige Tradition haben wir nicht mehr, weshalb wir die Brücke zu den Wissen des Himalayas schlagen,
um durch deren lebendige Lehre an unseren eigenen Kontext anzuknüpfen,
und vergessenes Wissen, sinnstiftende Traditionen sowie wirksame Heilmethoden neu zu beleben.
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Traditioneller Tibetischer Bonpo
Der Tibetische Bonpo ist die Heiltradition des indigenen Stammes der Tamang,
die vor 8000 Jahren aufgrund von politischer Verfolgung von Tibet nach Nepal flüchteten,
oder dort blieben und zum Buddhismus konvertierten.
Obwohl er aus Tibet stammt, und sich dem Zhyang-Zhung (Urform der Tibetischen Sprache) bedient,
liegen seine Wurzeln in den Bergen des Altaigebirges in der Mongolei,
da die Urahnen über das Altai als Nomaden nach Tibet zogen und in Tibet letztendlich sesshaft wurden.
Die Bön-Tradition so wie wir sie heute praktizieren,
wurde vor 18.000 Jahren von Tonpa Shenrab gegründet.
Der Tibetische Bon enthält die kulturelle Identität der Tamang und beinhaltet einen Reichtum an Überlieferungen.
Geschichten aus Alten Zeiten, uralte Erfahrungsschätze über die Welt, das Leben und den Körper.
Über Jahrtausende erprobtes und perfektioniertes Wissen über Krankheit, das Sterben und den Tod.
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Mantras, Tantras, Yantras, Mudras, Sheraps, Pharaps, Rituale, Zeremonien,
Medizin aus Pflanzen, Steinen, Tieren sowie die Tibetische Astrologielehre sind Teil davon,
wurzelnd in einem lebendigem Ahnenkult und tiefer Naturverbindung.
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Bonpo oder umgangssprachlich Bombo ist die Bezeichnung für einen Schamanen des Tamang Stammes,
der öffentlich seine Fähigkeit in Trance zu gehen und Heilen zu können unter Beweis gestellt hat,
und so von der Community als Heiler anerkannt wird,
und direkte Initiationen in einer authentischen Ahnenlinie erhalten hat.
Es gibt viele verschiedene Wege und Unterschiede,
wozu zu sagen ist, das wir im Gegensatz zum Debon,
der sich ausschließlich auf Heilung konzentriert,
in der Linie der Labon zusätzlich Totenrituale und alles, was damit in Verbindung steht anwenden dürfen.
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Ist dein Interesse geweckt?
Dinesh ist Bonpo der 17ten Generation und leistet unglaublich aufschlussreiche Aufklärungsarbeit über seine Kultur und Tradition.
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Schamanische Heilweisen
Disclaimer:
Eine schamanische Konsultation ersetzt keinen Arzt, keine Therapie und keinen Psychologen.
Es sollte als ganzheitliche Ergänzung und Unterstützung in Leiden und Krankheit angesehen werden.
Bei medizinisch relevanten Erkrankungen sowie gravierenden Psychischen Problemen wende dich bitte immer zuerst an einen Arzt, Psychiater oder Therapeuten.
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Meine Begeisterung ist das in Kulturen, in denen Schamanismus noch lebendig ist,
Wachstums-, und Loslassprozesse,
und die damit einhergehende innere Erneuerung,
als Teil des Lebens Zelebriert und sogar erwartet wird.
Sowie die Schlange sich häuten muss, und auch die Natur jedes Jahr von vorne beginnt,
erschaffen wir uns innerlich auch Ständig neu, bewusst oder unbewusst.
Ganz nach Vorbild unseres Biologischen Körpers, der sich auch ständig erneuern muss um zu bestehen.
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Schmerz und Tod werden als heilige Lehrer betrachtet,
und man nimmt sich gegenseitig in die Verantwortung,
regelmäßig seinen Schmerz gehen zu lassen,
und sich mit seinen Schattenseiten zu konfrontieren.
Denn jeder weiß; man trägt nicht nur Verantwortung für sich,
sondern für alles leben um einen herum.
Selbstvernachlässigung ist somit purer Egoismus, und Selbstfürsorge Nächstenliebe,
Der mentale und emotionale Zustand des einzelnen ist nicht seine Privatsache,
weil ein Stamm nur gesund ist und floriert,
wenn es seinen Mitgliedern gut geht.
Wir putzen uns täglich die Zähne obwohl die uns irgendwann eventuell ausfallen.
Unser inneres erleben wir bis zum aller letzten Atemzug, deshalb dürfen wir uns auch gut darum kümmern.
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Ein schamanisches Ritual stellt im Idealfall die natürliche Balance von Körper, Geist und Seele eines Menschen,
die Harmonie eines Ortes oder auch einer Gemeinschaft wieder her.
Schamanismus hilft dabei, das Leben bewusster, aus einer neuen Perspektive zu betrachten,
und die Persönlichkeitsentwicklung anzukurbeln.​
Die Schamanische Perspektive ist, das Krankheit nie aus nur einer Sache resultiert,
sondern ein Zusammenspiel vieler verschiedener Ebenen ist.
Meine Erfahrung als Koch ist auch, das viele positive dinge in einem Topf weit mehr sind, als die Summe seiner Teile.
Heilung ist oft die Mischung aus vielen kleinen Veränderungen und Methoden,
die gemeinsam Großes bewirken können.
Neben Körper und Psyche spielen Lebensumstände, sowie Spirituelle Aspekte genauso eine große Rolle.
Für Schamanen beginnt Krankheit in der Seele,
von wo aus sie sich, bei Nichtbeachtung, durch die Psyche in den Körper vorarbeiten kann.
Diese Ursachen zu beheben kann Symptome erheblich lindern,
und einen tiefgehenden Genesungsprozess in Gang bringen.
Die Aufgabe der Schamanischen Arbeit ist es Hoffnung und zu spenden und zu erleichtern.
Stabilität und Perspektive zu schaffen,
sowie einen optimalen Nährboden für die Selbstheilungskräfte, und die natürliche, angeborene Lebensfreude.​
Mit der Vergangenheit in Frieden zu kommen,
das Hier und jetzt so bewusst wie möglich zu genießen,
und voller Zuversicht in die Zukunft zu schauen.​​​​​


